Oh mein Gott! Wie ich „Muse“ doch liebe. Zum ersten Mal über sie gestolpert bin ich im zarten Alter von 15 Jahren, als eine Online-Bekanntschaft mich meinte mit youtube-Links bombadieren zu müssen. Seit diesem Moment gab es keinen Tag, an dem dieses Lied nicht auf meinem Mp3-Player präsent war. Seit diesem Moment, steht es unwiederruflich auf meiner Liste der absoluten Lieblingslieder! Die Rede ist natürlich von „Supermassive Black Hole“. Es ist fest in meinen Kopfkinosoundtrack eingebunden. Da ich es so liebe, kann ich den Hype um diesen Song seit Twilight vollkommen nachvollziehen. Genialer geht ja auch schon fast nicht
Here it is:
Februar 8, 2010
Song der Woche VIII
Alterra – Die Gemeinschaft der Drei
Was wäre, wenn sich die Welt, wie wir sie kennen von heute auf Morgen grundlegend verändern würde? Wenn es kein Stromnetz mehr gäbe? Alle Autos verschwänden? Die Natur sich zurückholen würde, was der Mensch ihr genommen hat?
Auf diese Fragen liefert Maxime Chattam mit seinem Fantasy-Roman „Alterra“ eine mögliche Antwort. Seine Protagonisten erleben, wie sich die Welt in einer Nacht vollkommen verändert. Ein Sturm zieht über die New York und lässt nichts als Zerstörung zurück. Die einzigen Überlebenden: Kinder. Unter ihnen auch Matt und Tobias. Erwachsene gibt es nicht mehr. Sie sind auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Stattdessen streifen nun Mutanten durch die Straßen, welche ihnen alles andere als friedlich gesinnt sind. Die Kinder beschließen die Stadt zu verlassen, was sich schwieriger gestaltet als angenommen. Überall lauern Gefahren. Nirgends sind sie sicher. Sie machen sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Auf einer Insel stoßen sie schließlich auf eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, welcher sie sich anschließen. Hier lernen sie auch Ambre kennen. Die „Gemeinschaft der Drei“ ist geboren. Schnell finden sie heraus, dass auf der Insel etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam versuchen sie das Rätsel zu lüften. Eine spannende Geschichte über Freundschaft, welche im Bezug auf unseren Umgang mit unserer Umwelt an die Moral appelliert. Maxime Chattam schafft es, von Beginn an eine düstere Spannung zu erzeugen, welche den Leser in seinen Bann zieht. Die fantasiereich gestaltete Handlung lässt keine Langeweile aufkommen und macht Appetit auf die angekündigten Fortsetzungen. Trotz vieler Gefahren welche die Freunde zu überstehen haben, handelt es sich um ein Buch, welches sich klar an jüngere Leser richtet, was jedoch nicht heißt, das es nicht auch Erwachsene in seinen Bann ziehen kann.
Also mir hat es sehr gut gefallen und ich werde mir die beiden Teile die noch folgen sollen denke ich auch mal antuen.
16,95€
PAN Verlag
Januar 26, 2010
Jesus liebt mich
Hab da mal wieder was gelesen:
Jesus liebt mich – David Safier
Das mit dem „sich in die falschen Männer verlieben“ ist eine Sache, von der viele Frauen ein Lied singen können. Fast unübertroffen in dieser Disziplin ist jedoch Marie: Der Eine betrügt sie. Beim Anderen bemerkt sie erst in letzter Minute vor dem Altar, dass es zwischen ihnen doch nicht so passt wie sie es sich wünscht. Nun hofft sie, in dem hübschen Zimmermann Joshua ihren Traumprinzen gefunden zu haben. Dieser scheint auch all ihre Erwartungen zu erfüllen, bis er ihr erzählt, er sei Jesus und nur auf die Erde gekommen, um die Menschen auf das Jüngste Gericht vorzubereiten. Es fällt Marie schwer ihren Ohren zu trauen, doch nach und nach, muss sie einsehen, dass Joshua alias Jesus gar nicht so verrückt und das Ende der Welt doch nicht so weit ist, wie ursprünglich angenommen. Marie, eine durchschnittliche, pummelige Mittdreißigerin, ist von dem Gedanken des Weltuntergangs fast so wenig begeistert wie von der Tatsache in den Sohn Gottes verliebt zu sein. Im Alleingang versucht sie nun, die Welt zu retten, Jesus näher zu kommen und Gott davon zu überzeugen, dass ihre Gefühle für Jesus echt sind. Ein wenig problematisch gestalten sich da die Tatsachen, dass ihr bester Freund ihr plötzlich ihre Liebe gesteht, ihre Schwester vom Satan rekrutiert wird und ihr Vater eine Osteuropäerin heiraten will, welche locker Maries kleine Schwester sein könnte.
Nachdem sein Debütroman „Mieses Karma“ eingeschlagen ist wie eine Bombe und auf Bestsellerlisten heiß geahndet wurde, hat David Safier mit „Jesus liebt mich“ Ende 2009 nun seinen zweiten Roman herausgebracht. Die Erwartungen waren hoch, doch „Jesus liebt mich“ überzeugt, genau wie „Mieses Karma“ durch einen witzigen, satirischen Schreibstiel, welcher durch kleine Comicstrips, innere Monologe sowie erklärende Zwischenblenden verfeinert ist. Ein durchaus lesenswerter Roman, welcher die Lachmuskeln teilweise stark in Anspruch nimmt.
Für 8,95€ im rororo Taschenbuchverlag erhältlich.
Januar 22, 2010
Song der Woche VII
Ich habe sie geliebt. Vom ersten Moment an. Von dem Moment an, als der erste Klang ihrer Musik an meine zarten Ohren drangen. „Three Days Grace“. Ich habe ihren rauen Klang geliebt. Die Ecken und Kanten die ihre Songs hatten. Die trotzdem vorhande Harmonie in und unter den Stücken. Die ausdrucksstarken Texte. Die Engergie welche aus den Songs sprühte. Welche allerdings trotzdem einen gewissen Schwermut vermittelten. Das neue Album hat mich entäuscht. Ein Song, welcher mir jedoch darüber hinweg hilft, und mir vor Augen führt, dass das Album auch sein gutes hat ist „Break“. Here it is:
Life starts now – Three Days Grace
Ein Lebenszeichen. Mein erster Eintrag seit langem. Ich habe beschlossen meine journalistische Tätigkeit wieder aufzunehmen…oder wie auch immer man das nennen mag. Den Auftakt mache ich mit einer Rezension. Meine Meinung zum neuen Album von „Three Days Grace“, eine meiner Lieblingsbands. Und ganz ehrlich: Es hat mir ein bisschen weh getan. Das Anhören sowie das Schreiben. Aber lest selbst:
Gesundes Mittelfeld
Im Jahr 2006 brachte die kanadische Alternative-Rockband “Three Days Grace” ihr zweites Album “One X” heraus, mit welchem sie sich selber übertroffen haben. Sie haben die Messlatte sehr hoch gelegt, doch nicht nur für die Konkurrenz, sondern auch für sich selber. Dies wird spätestens nach dem Erscheinen ihres dritten Studioalbums klar. „Life starts now“ heißt das gute Stück, welches man seit September 2009 in den Geschäften erstehen kann. Dem Album war die erste Singleauskopplung vorausgegangen, welche den Titel „Break“. Die Single ließ hoffen, dass das Album die Erwartungen erfüllt und an den Erfolg von „One X“ anknüpft. Der Song ist energiegeladen, beginnt stark und steigert sich dann immer weiter. Die Harmonie zwischen Text und Musik ist perfekt, reißt mit und geht ins Ohr. Ein weiterer sehr starker Titel ist „The Good Life“, welcher zum Mitsingen anregt und direkt nach dem ersten hören im Kopf bleibt. Eingängig und laut wie er ist, kann er dennoch auch durch sehr ausdrucksvollen Text überzeugen.
Diese beiden Stücke stechen direkt beim ersten Hören heraus. Zwei von zwölf Titeln. Keine überragende Ausbeute. Die anderen Titel wie „Without you“, welcher einfach zu ruhig ist, und „Going down“, welcher Hitpotential hat, diese allerdings nicht ausschöpft, dümpeln maximal im gesunden Mittelmaß und klingen, wie schon einmal gehört. Dem ganzen die Krone aufsetzten tut der Song „Bully“, welcher kraftvoll beginnt, dann allerdings schnell abflacht und zum Ende hin nur noch langweilig klingt.
Alles in allem ist das Album musikalisch mit Sicherheit nicht schlecht gemacht, doch es reicht bei weitem nicht an die Qualität von „One X“ heran. Man vermisst das Raue, die Ecken und Kanten, welche „One X“ so erfolgreich und den Stil der Band so einzigartig machten. Von einem Kauf ist nicht abzuraten, doch man könnte diese knapp 18€ definitiv besser investieren.

