Ein Lebenszeichen. Mein erster Eintrag seit langem. Ich habe beschlossen meine journalistische Tätigkeit wieder aufzunehmen…oder wie auch immer man das nennen mag. Den Auftakt mache ich mit einer Rezension. Meine Meinung zum neuen Album von “Three Days Grace”, eine meiner Lieblingsbands. Und ganz ehrlich: Es hat mir ein bisschen weh getan. Das Anhören sowie das Schreiben. Aber lest selbst:
Gesundes Mittelfeld
Im Jahr 2006 brachte die kanadische Alternative-Rockband “Three Days Grace” ihr zweites Album “One X” heraus, mit welchem sie sich selber übertroffen haben. Sie haben die Messlatte sehr hoch gelegt, doch nicht nur für die Konkurrenz, sondern auch für sich selber. Dies wird spätestens nach dem Erscheinen ihres dritten Studioalbums klar. „Life starts now“ heißt das gute Stück, welches man seit September 2009 in den Geschäften erstehen kann. Dem Album war die erste Singleauskopplung vorausgegangen, welche den Titel „Break“. Die Single ließ hoffen, dass das Album die Erwartungen erfüllt und an den Erfolg von „One X“ anknüpft. Der Song ist energiegeladen, beginnt stark und steigert sich dann immer weiter. Die Harmonie zwischen Text und Musik ist perfekt, reißt mit und geht ins Ohr. Ein weiterer sehr starker Titel ist „The Good Life“, welcher zum Mitsingen anregt und direkt nach dem ersten hören im Kopf bleibt. Eingängig und laut wie er ist, kann er dennoch auch durch sehr ausdrucksvollen Text überzeugen.
Diese beiden Stücke stechen direkt beim ersten Hören heraus. Zwei von zwölf Titeln. Keine überragende Ausbeute. Die anderen Titel wie „Without you“, welcher einfach zu ruhig ist, und „Going down“, welcher Hitpotential hat, diese allerdings nicht ausschöpft, dümpeln maximal im gesunden Mittelmaß und klingen, wie schon einmal gehört. Dem ganzen die Krone aufsetzten tut der Song „Bully“, welcher kraftvoll beginnt, dann allerdings schnell abflacht und zum Ende hin nur noch langweilig klingt.
Alles in allem ist das Album musikalisch mit Sicherheit nicht schlecht gemacht, doch es reicht bei weitem nicht an die Qualität von „One X“ heran. Man vermisst das Raue, die Ecken und Kanten, welche „One X“ so erfolgreich und den Stil der Band so einzigartig machten. Von einem Kauf ist nicht abzuraten, doch man könnte diese knapp 18€ definitiv besser investieren.

