ok! lange nichts geschrieben und so einige lustige geschehnisse der ferien nicht zu papier (oder ins netz) gebracht. darum muss ich euch zumindest von diesem wochenende erzählen: ich war auf “BIG DAY OUT“! und es war genial!
ich hatte nie zuvor von diesem festival gehört geschweige denn von dem ort in dem es zelebriert wird: anröchte. doch nach einem kurzen blick auf das lineup habe ich mich von linda überreden lassen mit zu kommen. besonders gefreut habe ich mich auf deichkind, the bosshoss, selig, trashmonkeys und mr. irish bastard.
da ich mich nicht getraut habe meine (spießigen) eltern nach dem auto zu fragen, haben wir unsere sieben sachen ob wohl oder übel im zug mitnehmen müssen. gar nicht so einfach wenn man verpflegung für zwei personen für vier tage mitnehmen muss. aber wir sind, mit einigen hindernissen (bahnhofstreppen, rolltreppen und ein betrunkener russischer grapscher vor dem wir von einem 15jährigen helden gerettet wurden) heile angekommen. und dann fing es an: wir hatten grade einen schönen platz zum zelt aufbauen gefunden, da wurden wir von einem ordner auf einen anderen platz verwiesen…zusammen mit drei greenhorns. wir begaben uns zum angegebenen platz und bauten unser zelt auf, was wir erstaunlicherweise in einer rekordzeit von unter 10 minuten schafften. die jungs neben uns waren erst eine gute halbe stunden später fertig. die waren mehr mit trinken und “brüste gucken” beschäftigt, schienen auf den ersten blick allerdings ganz nett zu sein. wie gesagt…auf den ersten blick…
es wurde eine etwas längere nacht (wie nicht anders erwartet) die wir mit unseren nachbarn von rechts und links verbrachten, wobei mir die von rechts deutlich mehr zusagten. sie kamen zwar erst später und waren mit als mittdreißiger unwesentlich zu alt für uns, machten das jedoch gekonnt durch coolness und gute -um nicht zu sagen sehr gute- musik wieder wett. irgend wann sind wir dann zu bett gegangen. nach drei erfolglosen stunden habe ich gegen 7 uhr morgens den versuch einzuschlafen aufgegeben (draußen ging es um schnappi, i’ve been looking for freedom und laut schnarchende menschen). als wir uns aus unseren klammen schlafsäcken pellten waren wir alle bis aufs mark druchgefrohren. das änderte sich spätestens in dem moment, als die party auf dem festivalgelände los ging: wir bekamen das ende von dog eat dog mit und waren passend zu k.i.z., welche linda unbedingt sehen wollte, am start. dog eat dog klangen genial. k.i.z. konnte man (meiner meinung nach) in die tonne kloppen. wer will auf nem festival denn bitte hiphop hörern?? also ich definitiv NICHT!! es konnte also nur besser werden. und das wurde es auch. sunrise avenue haben wir zwar verpasst weil wegen auf zum campingplatz um pullover zu holen aber danach spielten de heideroosjes, eine niederländische punkband. ich kannte sie bis zu dem augenblick nicht, war aber vom ersten ton an begeistert. und zwar so sehr das ich mir sogar eine cd gekauft habe (; bei ihrem auftritt habe ich mir auch die ersten blauen flecken geholt (aber wer kann bei gutem hausgemachtem punk schon still stehen bleiben??). spätestens als deichkind die bühne betraten waren alle außer rand und band. geniale bühnenshow bei der wodkalemon in die menge gespritzt wurde und alles und jeden mit riss. krawall und remmi demmi halt. schlauer weise hatte ich mir, bevor wir gingen, ein paar gratis oropax mitgenommen, sodass das einschlafen dieses mal kein problem darstellen würde. zurück im lager wurde noch in der nacht beschlossen am nächsten morgen schwimmen zu gehen.
gesagt getan. am nächsten morgen gings ins freibad, wo es allerdings schon nach kurzem so überfüllt und unsere sonnenbrände so drastisch waren, dass wir uns lieber wieder in unsere zelter verdrückt haben. merkwürdig: es war zwar ein festival, aber trotzdem wurden wir komisch angeguckt, als wir in bikinis übers gelände marschierten. langsam aber sicher begannen die drei jungs die wir donnerstags kennen gelernt hatten mir auf den geist zu gehen…und zwar gewaltig. j. war ganz in ordnung, doch p. kam auf die gloreiche idee sich ein schlagzeug zu bauen und hat den ganzen tag wie ein bescheuerter auf leeren bierkisten rumgetrommelt. gott sei dank ging es dann bald zum festivalgeländen…ohne die jungs. ich wollte selig gerne sehen, welche, wie gewohnt, eine super liveshow ablieferten. “ohne dich” ist einfach einer dieser songs den jeder mitsingen kann und es klingt sooo toll wenn mehrere tausend leute vor der bühne stehen und mitgrölen. das highlight des tages waren jedoch the bosshoss. die stimmung die bei deren auftritt vor der bühne herrschte wurde wärend des ganzen wochenendes nicht getopt. die menge hat getobt. und ich mitten drin. am ende stand ich sogar in der zweiten reihe. der preis waren viele viele blaue flecken. den rest der nacht haben wir dann wieder mit unseren netten nachbarn mit der lauten musik verbracht. für den nächsten morgen wurde ein gemeinsames frühstück mit anschließenem schwimmen gehen geplant woraus leider leider nichts wurde.
leicht gruselig war die nacht. ich wurde wach und sach nur noch s. vor mir. gelächter von draußen. irgendwer hatte ihm gesagt er solle sich zu mir legen. er hats getan. ich habs nicht mitbekommen (oropax). er lag garantiert eine viertel stunde neben mir bevor ich was merkte. erste frage: darf ich dich anmalen?? danach hatte ich einen bart im gesicht und brüste und penis inklusive mehreren kilometern zickzacklinien auf meinem arm. zwei einhalb stunden später sagte er mir er müsse aufs klo und fragte ganz lieb ob es mir auch nichts ausmachen würde wenn er gehen würde. hallo?? da habe ich die ganze zeit drauf gewartet. er war nicht grade ne schönheit und kam n bissl strange rüber. endlich etwas schlaf. den rest des tages hats geschüttet wie sau, doch für mich war es der ergiebigste tag. aufgrund der tatsache, dass linda m. interessanter fand als das festival programm habe ich mich alleine auf die socken gemacht…und haufenweise süßer typen kennen gelernt *__* ayayaye…danke linda!
die rückfahrt am montag morgen hingegen war die hölle. genau so wie mein momentaner zustand. und jetzt das wort zum sonntag: db is fürn arsch! großes bett ahoi! gutnacht.