Wir, die Angehörigen der Jugendredaktion für die ich schreibe und ich, hatten kein passendes aktuelles Thema über das nicht schon irgendwer berichtet hätte. Fazit: Wer keine Arbeit hat, der macht sich halt welche. Gesagt getan. Uns kam die geniale Idee einen Flashmob zu starten. Hatten auch alles ganz toll geplant, viele Leute angesprochen und uns einige lustige Aktionen ausgedacht. Entschieden haben wir uns für “Stars gesichtet”. Der große Tag kam und…wir sind nur zu 5. erschienen. Große Entäuschung. Naja, da wir trotzdem einen Aufmacher für unsere Seite brauchten, sind wir dann halt zu 5. los. Wir haben uns Plakate gebastelt und groß mit “Wir lieben dich” und “Superstar” beschriftet. Einer hat sich eine Kamera und ein Mikro geschnappt und ein anderer hat einen riesen Blitz auf seine Spigelreflex gebaut, hauptsache es sah wichtig aus. Dann gings los. Wir positionierten uns an einer Hausecke in der Innenstadt und suchten unsere ersten Opfer aus: Ein junges Pärchen. Wir stürmten kreischend, schreiend und mit unseren Plakaten wedelnd auf sie zu und riefen ihnen Dinge zu wie: “Wir wollen ein Kind von euch” (EUCH?? Sinnfrei aber egal!). Die umstehenden Leute zückten ihre Fotohandys und begannen die ganze Szene zu photografieren. Die dachen ernsthaft da wären Stars in da City. Als es dem Pärchen dann anfing zu peinlich zu werden, haben wir die Situation aufgeklärt und die Schaulustigen zogen enttäuscht wieder ab.
Wir haben die ganze Aktion dann noch ein paar mal durchgezogen (einer ist sogar vor uns weggelaufen) bis uns die ganze sache dann zu peinlich wurde. Ernsthaft Leute, Appell an alle: Startet niemals einen Flashmob zu 5.! Ich habe mich noch nie so viel an einem Tag geschämt. Und das soll bei mir schon was heißen. War im Endeffekt aber wohl ganz lustig und wir hatten unseren Artikel im Kasten. Ende gut, Alles gut!
