Ich war gestern seit langem mal wieder im Kino. Ich als absoluter Marvel-Fan musste mir natürlich den neuen X-Men Teil angucken: X-Men Origins: Wolverine!

Logan (Hugh Jackman) bringt als kleines Kind in einem Streit seinen leiblichen Vater um und entdeckt bei dieser Gelegenheit gleich, dass er ein Mutant ist. Sein Bruder Victor (Liev Schreiber), ebenfalls ein Mutant, flieht mit ihm. Die Zeit vergeht, die beiden werden erwachsen. Es scheint als könnte nichts ihnen etwas anhaben, nicht einmal die Zeit. Sie kämpfen in verschiedensten Kriegen für Amerika, bis sie schließlich in einer Spezialeinheit unter der Leitung von William Stryker (Danny Huston) landen. Diese Spezialeinheit besteht aus Mutanten mit verschiedensten Fähigkeiten. Sie werden in Kriegen eingesetzt, greifen allerdings auf grausamste Methoden zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Logan will nicht länger Unschuldige Menschen töten müssen und verlässt die Einheit und seinen Bruder. Er zieht in die Weiten Kanadas zurück, wo er, zusammen mit seiner Freundin Kayla (Lynn Collins), ein ruhiges Leben als Holzfäller führt. Nach sechs Jahren taucht Stryker plötzlich auf. Er berichtet, dass jemand Jagd auf die ehemaligen Mitglieder der Einheit machen würde und schon zwei von ihnen tot seien. Logan will davon nichts wissen, bis er wärend der Arbeit einen zerfleischten Bären findet. Er weiß sofort, das kann nur Victor gewesen sein. Er folgt seinen Instinkten und läuft los. Er stößt auf Kaylas Wagen, welcher Victors Kratzspuren aufweist. In der Nähe findet er Kayla tot auf dem Boden liegen. Er schwört Rache. Da kommt ihm Stryker gerade recht, als er ihm anbietet, ihn Kampftauglich zu machen. In einem Experiment werden Logans Knochen mit einem unzerstörbaren Metall beschichtet. Die Jagd kann beginnen!
Der Film klärt die Frage, die sich seit dem ersten Teil der X-Men Trillogie immer wieder aufdrängt: Die Frage nach Logans Herkunft. Die gelegentlichen Andeutungen in den Vorgängerfilmen machten Appetit auf diesen Teil der Reihe. Es ist die Vorgeschichte zur Trillogie und hilft die späteren Teile besser zu verstehen. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Wahl der Schauspieler. Insbesondere Liev Schreiber und Danny Huston passten optimal in ihre Rollen als die großen Bösewichte.
In vielen Kritiken wurde der Film als sehr verwirrend beschrieben. Meine Wenigkeit hingegen fand, dass man der Handlung gut folgen konnte. Welchem Kritikpunkt ich hingegen zustimmen kann, ist jener, dass Wolverine als zu “soft” dargestellt wurde. Das Biest, welches in ihm haust, kam reichlich wenig zum Vorschein.
Viele Beschwerden gab es auch darüber, dass der Film viele Unklarheiten ließe, z.B. warum immer wieder betont wurde, dass Logan Kanadier ist. Meiner Meinung nach darf man sich bei einem solchen Action Film nicht zu viele Gedanken über solche Kleinigkeiten machen, die sehr wahrscheinlich eh bedeutungslos sind, sondern sollte den Film als gesamtes sehen. Und als gesamtes hat er mir persönlich sehr gut gefallen. Ich habe zwar schon bessere Filme gesehen, doch meine Erwartungen hat der Film erfüllt: Logans Vorgeschichte wurde offenbart und es gab ein schönes finales Gemetzel.
Mein Fazit: Der Film ist nichts bahnbrechend Besonderes. Ich würde allerdings niemandem abraten den Film zu sehen, denn dafür fand ich ihn zu gut. Für ein wenig Unterhaltung bei einem Kinoabend ist der Film wie gemacht. Action wirkt auf der Großleinwand halt immer noch am besten!



