Maybe2morrow – as weird as it sounds…

Mai 6, 2009

X-Men Origins: Wolverine

Einsortiert unter: Kino — maybe2morrow4u @ 5:24 nachmittags
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Ich war gestern seit langem mal wieder im Kino. Ich als absoluter Marvel-Fan musste mir natürlich den neuen X-Men Teil angucken: X-Men Origins: Wolverine!

Logan (Hugh Jackman) bringt als kleines Kind in einem Streit seinen leiblichen Vater um und entdeckt bei dieser Gelegenheit gleich, dass er ein Mutant ist. Sein Bruder Victor (Liev Schreiber), ebenfalls ein Mutant, flieht mit ihm. Die Zeit vergeht, die beiden werden erwachsen. Es scheint als könnte nichts ihnen etwas anhaben, nicht einmal die Zeit. Sie kämpfen in verschiedensten Kriegen für Amerika, bis sie schließlich in einer Spezialeinheit unter der Leitung von William Stryker (Danny Huston) landen. Diese Spezialeinheit besteht aus Mutanten mit verschiedensten Fähigkeiten. Sie werden in Kriegen eingesetzt, greifen allerdings auf grausamste Methoden zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Logan will nicht länger Unschuldige Menschen töten müssen und verlässt die Einheit und seinen Bruder. Er zieht in die Weiten Kanadas zurück, wo er, zusammen mit seiner Freundin Kayla (Lynn Collins), ein ruhiges Leben als Holzfäller führt. Nach sechs Jahren taucht Stryker plötzlich auf. Er berichtet, dass jemand Jagd auf die ehemaligen Mitglieder der Einheit machen würde und schon zwei von ihnen tot seien. Logan will davon nichts wissen, bis er wärend der Arbeit einen zerfleischten Bären findet. Er weiß sofort, das kann nur Victor gewesen sein. Er folgt seinen Instinkten und läuft los. Er stößt auf Kaylas Wagen, welcher Victors Kratzspuren aufweist. In der Nähe findet er Kayla tot auf dem Boden liegen. Er schwört Rache. Da kommt ihm Stryker gerade recht, als er ihm anbietet, ihn Kampftauglich zu machen. In einem Experiment werden Logans Knochen mit einem unzerstörbaren Metall beschichtet. Die Jagd kann beginnen!

Der Film klärt die Frage, die sich seit dem ersten Teil der X-Men Trillogie immer wieder aufdrängt: Die Frage nach Logans Herkunft. Die gelegentlichen Andeutungen in den Vorgängerfilmen machten Appetit auf diesen Teil der Reihe. Es ist die Vorgeschichte zur Trillogie und hilft die späteren Teile besser zu verstehen. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Wahl der Schauspieler. Insbesondere Liev Schreiber und Danny Huston passten optimal in ihre Rollen als die großen Bösewichte.

In vielen Kritiken wurde der Film als sehr verwirrend beschrieben. Meine Wenigkeit hingegen fand, dass man der Handlung gut folgen konnte. Welchem Kritikpunkt ich hingegen zustimmen kann, ist jener, dass Wolverine als zu “soft” dargestellt wurde. Das Biest, welches in ihm haust, kam reichlich wenig zum Vorschein.

Viele Beschwerden gab es auch darüber, dass der Film viele Unklarheiten ließe, z.B. warum immer wieder betont wurde, dass Logan Kanadier ist. Meiner Meinung nach darf man sich bei einem solchen Action Film nicht zu viele Gedanken über solche Kleinigkeiten machen, die sehr wahrscheinlich eh bedeutungslos sind, sondern sollte den Film als gesamtes sehen. Und als gesamtes hat er mir persönlich sehr gut gefallen. Ich habe zwar schon bessere Filme gesehen, doch meine Erwartungen hat der Film erfüllt: Logans Vorgeschichte wurde offenbart und es gab ein schönes finales Gemetzel.

Mein Fazit: Der Film ist nichts bahnbrechend Besonderes. Ich würde allerdings niemandem abraten den Film zu sehen, denn dafür fand ich ihn zu gut. Für ein wenig Unterhaltung bei einem Kinoabend ist der Film wie gemacht. Action wirkt auf der Großleinwand halt immer noch am besten!

Oktober 10, 2008

Wall-e

Einsortiert unter: Kino — maybe2morrow4u @ 5:21 nachmittags
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Ich war mit einer Freundin in Wall-e und ich muss zugeben…wir waren die Ältesten im Kinosaal =)

Definitiv ein Film für Kinder, aber total süß. Die Story ist zwar nicht sehr interessant oder anspruchsvoll, aber es ist wirklich herzerweichend wenn man sich anschaut, wie der kleine Roboter Wall-e sich um seine Eva kümmert, auch wenn diese ihm nicht die Gefühle entgegenbringt, die er für sie hegt. Der Film beherbergt zudem auch einige sehr sympatische Nebenrollen ebenfalls in Form von Robotern.

Das Ganze war relativ gut gemacht, obwohl die Animation nicht so aufwendig war, wie sie es schon bei anderen Pixar-Filmen war.

Alles in allem aber ein sehr schöner Film mit einer etwas schmalzigen Geschichte, der aber rundum schön ist und für den man gerne einmal einen Nachmittag opfern kann.

Mir hat er gefallen ;)

Oktober 5, 2008

Der Baader-Meinhof-Komplex

Einsortiert unter: Kino — maybe2morrow4u @ 6:22 nachmittags
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Ich war neulich im Kino. Angesehen habe ich mir “Der Baader-Meinhof-Komplex”. Ich dachte mir es wäre sinnvoll sich diesen Film anzusehen, alleine schon um meine Geschichtskenntnisse ein wenig aufzubessern. Anfangs hatte ich so meine Bedenken was den Film betraf: Würde der Film nicht zu brutal sein? Wie würde er die Opfer der RAF darstellen?

Was hatte ich allgemein für Erwartungen an den Film? Ich wusste es nicht, außer das ich ihn unbedingt sehen wollte.

Gesagt, getan. Ab ins Kino und in Der Baader-Meinhof-Komplex gesetzt. Ich muss sagen: Ich war beeindruckt. Ich hatte mich bis dahin nicht sehr ausführlich mit dem Thema “Deutscher Terror” auseinander gesetzt, doch meiner Meinung nach hat der Film den Auslöser für die Gründung der RAF und die allgemeine Unzufriedenheit im Volk zu jener Zeit gut wiedergespiegelt. Wenn man die Bilder der Demonstration gegen den Besuch des Schah von Persien sieht, kann man sehr gut verstehen, warum sich in den Studentenbewegungen so eine Ohnmächtige Wut ausbreitete. Dies war sicher wichtig, um die generelle Einstellung der Studenten gegen die damalige politische Situation zu verstehen, denn auf diesem Verständnis für die Situation der Studenten baute unter anderem das Selbstverständnis der RAF auf.

Anfangs hatte ich die Befürchtung, die Charaktere Baader, Meinhof und Ensslin könnten durch ihre Besetzung zu sympatisch wirken, insbesondere bei Andreas Baader, welcher von Moritz Bleibtreu gespielt wird. Diese Befürchtung verflüchtigte sich schnell. Andreas Baader kam im Film alles andere als freundlich daher. Was ich teilweise ein wenig erschreckend fand, was den Film allerdings sehr authentisch macht,ist die Tatsache das die Hauptdarsteller den RAF-Köpfen sehr ähnlich sehen. Eine weitere Sache die mir sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass original Bild- und Tonmitschnitte aus der damaligen Zeit in den Film mit eingeflossen sind.

Ein wenig verwirrt war ich, als es dann um die 2. Generation der RAF ging. Die Gesichter wechselten so schnell, das ich zwischenzeitlich nicht ganz mitgekommen bin, wer jetzt was mit wem zutun hat. Wobei das vielleicht auch nur an meiner mangelnden Auffassungsgabe lieben mag.

Was mich ein wenig gestört hat, und was auch einige Bekannte von mir im Vorfeld befürchtet hatten, war, dass die Position der Opfer zu schwach beleuchtet wurde, wodurch das ganze harmloser wirkte ale es war. Auf diesen Aspekt ist meiner Meinug nach zu wenig eingegangen worden. Allerdings muss man auch bedenken, dass der Film sich mit der RAF und nicht mit den Opfern oder der Gesamtsituation in den 70ern beschäftigt. Ein weiterer Punkt der mich an dem Film gestört hat ist, dass die Terroristen ein wenig wie Märtyrrer und Opfer des Systems dargestellt wurden, was sie mit sicherheit nicht waren. Junge Menschen die noch leicht beeinflussbar sind und deren Meinungen sich noch leicht formen lassen, könnten von den Idealen der Terroristen beeindruckt sein und denken, was damals geschah sei richtig gewesen.

Die Grundsätze der RAF mögen grundsätzlich nicht falsch gewesen sein, ihre Einstellung zur Druchsetzung ihrer Ideale allerdings schon, denn mit roher Waffengewalt sind tiefsitzende gesellschaftliche Probleme mit Sicherheit nicht zu lösen.

Mit Themen wie diesem zu arbeiten ist nicht immer einfach, da sie die Nation spalten. Die einen stehen dem ganzen Kritisch gegenüber, andere befürworten solche Projekte wie diesen Film. In diesem Fall hatten die Darsteller es besonders schwer, da sie die Charaktere so exakt wie möglich nachstellen mussten, ohne das Bild dieser Personen zu verzerren. Außerdem waren, soweit ich weiß, die Grundlagen nach denen die Schauspieler Charakterzüge der Terroristen studieren konnten sehr mager. Trotz allem finde ich, ist es ein großartiger Film geworden, der mich stark beeindruckt hat und mich auch im Nachhinein noch zum Nachdenken angeregt hat. Ich kann jedem nur empfehlen dafür ein paar Euros zu opfern und sich ins Kino zu begeben.

Zum Thema: Heinrich Böll – Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?

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